Die Adelsfamilie der Herren von Redwitz

Der Name des Adelsgeschlechtes „von Redwitz“ ist untrennbar mit der Geschichte des Marktes Küps verbunden. Über mehrere Jahrhunderte leiteten die Adeligen die Geschicke von Küps und Umgebung.

Es gehört zu den ältesten Adelsfamilien der reichsfreien Ritterschaft Franken.

Erstmals erscheint deren Name in Verbindung mit Küps im Jahre 1248, jedoch bereits vorher hatte das Adelsgeschlecht in mehrerer Orten rund um Küps Besitzungen inne. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts hatte die jetzt schon weit verbreitete Familie u.a. Besitzungen in Redwitz, Theisenort, Weißenbrunn, Schmölz, Burkersdorf, Tüschnitz, Hain, Oberlangenstadt und Küps, so dass mehrere Hauptlinien des Geschlechtes bestanden. Unter anderem waren dies:

von Redwitz - Redwitz
von Redwitz - Theisenort
von Redwitz - Weißenbrunn
von Redwitz - Küps

Wie die „von Redwitz“ in den Besitz von Küps kamen ist aufgrund des Lehensystems, Schenkung, Erbschaft, Heirat und Schiedsspruch oder auch als Folge kriegerischer Auseinandersetzungen und somit häufiger Besitzverschiebungen nicht mehr nachvollziehbar.
Jedoch waren es nachweislich die Ritter Johannes und Hermanus, Angehörige derer von Redwitz, die 1302 die erste Kirche in Küps bauen ließen.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann sich der Glanz dieses mächtigen und wohlhabenden Adelsgeschlecht allmählich zu verdunkeln. Wie viele andere, mussten auch die „von Redwitz“ den politischen Umwälzungen nach der französischen Revolution Tribut zollen. Änderungen der Herrschaftsverhältnisse hatten Verteuerungen des Grundbesitzes, dem einzigen Vermögen der adeligen Grundherren, zur Folge. Im Gegenzug blieben die Kosten der Lebenshaltung jedoch die gleichen.
Dazu kamen Erbauseinandersetzungen innerhalb der Familie. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mussten mehrere Besitztümer u.a. das Rittergut Theisenort und Küps mit Zustimmung des Bayerischen Finanzministeriums  „zerschlagen“ werden und wurden im September 1860 im Wasserhof zu Küps öffentlich versteigert.

In den folgenden Jahren setzte sich die Auflösung des Besitzes fort. Heute ist nur noch ein Schloss mit etwas Grund im Besitz der einst so mächtigen Adelsfamilie.
Mit Ausnahme der Küpser Linie das Geschlecht der Freiherren von Redwitz heute ausgestorben.

Noch immer trägt der Markt Küps im vorderen Teil seines Wappens das Schild der, zur damaligen Zeit weitverzweigten Adelsfamilie - in blau drei silberne Balken, überlegt von einem roten Schräglinksfluss.



Letzte Änderung: 15.09.2014 11:59 Uhr