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Das „Obere“ Schloss - Haus Schemenau
Ein durch sein eigenartiges Runenfachwerk bemerkenswertes Bauwerk ist das „Obere Schloss“. Seine Errichtung wird dem Fürstbischof Weigand von Redwitz zugeschrieben, der es um 1540 als Sommersitz genutzt haben soll. Das Gebäude ist geprägt durch seine edle Fachwerk-Ornamentik, seinem Renaissanceportal mit Namensinschrift und Steinmetzzeichen des Baumeisters Tamas Eullenschmit und seinen unterirdischen Gewölben und Stollen. Die riesigen Kellergewölbe sollen angeblich durch einen unterirdischen Gang mit dem früheren Wasserschloß in Tüschnitz verbunden gewesen sein. Dies scheint nicht ausgeschlossen, denn 1962 wurde zwischen Tüschnitz und Theisenort ein unterirdischer Gang entdeckt, der ohne Zweifel früher die von Redwitzschen Schlösser in den beiden Orten verband.
1886 kaufte es die Firma Gagel und Schemenau, nach der es seinen heutigen Namen erhalten hat. 1910 wurde es renoviert, wobei das herrliche Fachwerk im Obergeschoss freigelegt wurde. Es zeigt allerlei seltene Schnitzereiarbeiten, sogenannte Andreaskreuze und Druidenfüße. Eine besondere Sehenswürdigkeit bildet das in Sandstein gehauene Renais­sanceportal, das zu beiden Seiten mit Muscheln überdachte Nischen, in seinem Rundbogen Rosetten und oben in der Mitte eine Männerfratze aufweist. Das „Haus Schemenau“ befindet sich in privatem Besitz.
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Ausgabe #36/2010: 10. September!   



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