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Home > Gemeindeportrait > Wappenkunde
„Zeichen der Zeit“ - Die Wappen der Ortsteile

Nicht alle Ortsteile der Marktgemeinde Küps besitzen aus ihrer geschichtlichen Vergangenheit ein Wappen.
Alle Ortsteile die im Besitz eines Wappen sind, haben wir hier für Sie zusammen getragen und die offiziellen Wappenerklärungen des Bay. Staatsministeriums zum besseren Verständnis angehängt.


Das Küpser Wappen


Wappenbeschreibung:
Gespalten; vorne in blau drei silberne Balken überdeckt mit einem roten Schrägwellbalken; hinten in blau ein rot bedachter silberner Turm
(verliehen durch das Bay. Staatsministerium des Innern mit Urkunde vom 30.04.1951 Nr.I B 1-3008/51)

Das Wappen zeigt in der vorderen Schildhälfte das Stammwappen der Freiherren von Redwitz, welche die Dorfherrschaft Jahrhunderte lang inne hatten und die Entwicklung von Küps prägten. Durch die Erbauung von fünf, davon drei noch erhaltenen Schlössern, der Ortskirche und der ansehnlichen Wehranlagen prägte das Geschlecht das malerische Ortsbild der heutigen Gemeinde. Der Turm im Gemeindewappen stellt den noch stehenden sogenannten Eisturm dar, der 1546 errichtet wurde und als Wahrzeichen von Küps gilt.

Der Gemeinderat des Marktes Küps beschloß bereits 1937 die Anschaffung eines Ortswappens. 1938 war der
Entwurf im dmaligen "Ostmarkhaus" in Kronach ausgestellt. Wier dieser Entwurf aussah ist nicht bekannt. Es kann auch nicht festgestellt werden, warum die Anschaffung des Wappens damals unterblieb. Bei den Vorbereitungen zu 800 - Jahr Feier 1951 beschloß der Gemeinderat erneut ein eigenes Ortswappen, sowie eine Bürgermeisterkette anzuschaffen.


Das Wappen von Oberlangenstadt


Wappenbeschreibung:
In blau eingeschweifte silberne Spitze, überdeckt mit einem aus dem unteren Schildrand wachsenden Schlossturm mit breitem Quaderunterbau und goldenen Zinnen
(Ministerielle Zustimmung vom 03.04.1957 Nr. I B 1-3000-29-0/2)

Die silberne Spitze in blau ist das Stammwappen der Freiherren von Künsberg, die bis heute als Besitzer der Schlösser im Gemeindebereich mit diesem eng verbunden sind. 1625 kaufte Hans Heinrich von Künsberg zum Wernstein das Rittergut Nagel, 1626 das Rittergut Tüschnitz. 1691 gelangten auch die restlichen Güter in den drei Ortschaften Hummenberg, Oberlangenstadt und Nagel in den Besitz der Familie. Als Wahrzeichen in der Gegend wurde in das Wappen zusätzlich der Turm des neuen Schlosses in Oberlangenstadt aufgenommen, der im Stil der englischen Gotik zusammen mit dem Schloß nach dem Plan des Professors Foltz, eines der Architekten der Könige Max, II. und Ludwig, des II., von 1862 ab errichtet wurde. Die im Gemeindewappen vorkommenden Farben rot, silber und blau wollen an die Freiherren von Redwitz erinnern, deren Stammwappen diese Farben zeigt. Das aus der Ministerialenfamilie der Kunstadt hervorgegangene Geschlecht besaß vor den Künsberg die reichsritterschaftlichen Besitzgruppen und Obrigkeitsrechte im Gebiet von Oberlangenstadt.


Das Schmölzer Wappen


Wappenbeschreibung:
Geteilt in silber und blau; oben ein rotes Schloß mit zwei seitlichen Spitzentürmen, unten ein waagrecht liegender silberner Rost
(RS Oberfranken vom 08.07.1971 Nr. II/4-4121 r 2/71)

Schon seit 1194 wird der Ort Schmölz urkundlich erwähnt - er kommt zu dieser Zeit in den Besitz der Herren von Redwitz, in deren Hand er bis 1861 verblieb. Die Herren von Redwitz waren als Orts- und als Patronatsherren der dortigen Kirche von wesentlicher Bedeutung für die Entwicklung der Gemeinde. An ihr Familienwappen soll die Farbgestaltung erinnern (rot-silber-blau). Auch die Darstellung des Schlosses von Schmölz, zu dessen Erbauern auch die Herren von Redwitz gehörten erinnern an diese Familie, während der Rost in der unteren Schildhälfte den Patron der Schmölzer Kirche, den hl. Laurentius, symbolisieren soll. Schloß und Kirche sind die Wahrzeichen der heutigen Ortschaft.


Das Theisenorter Wappen



Wappenbeschreibung:
In Silber ein roter Torbau mit offenem Wehrgang; in der Toröffnung ein blaues Schildchen, darin ein silberner Balken, überdeckt mit einem roten Schrägwellbalken
(RS Oberfranken vom 09.05.1975 Nr. 230-4121/10-1/75).

Jahrhunderte Lang war die Geschichte des Ortes mit den Herren von Redwitz verbunden, die sich auch nach diesem Ort nannten und im Schloß ansässig waren. Als besonderes örtliches Wahrzeichen gilt das Vorwerk des Schlosses, die sog. „Alte Wache“, die deshalb die Hauptfigur des Wappens ausmacht. Auf die geschichtliche der Redwitz mit dem Ort deutet das Schildchen mit dem freiherrlichen Stammwappen hin. Rot und silber, die Farben des ehemaligen Hochstifts Bamberg deuten auf einen vorübergehenden Lehensbesitz Bambergs in Theisenort hin.


Das Johannisthaler Wappen


Wappenbeschreibung:
In Silber ein roter Henkelkorb, darüber im rechten Obereck ein blaues Schildchen mit drei silbernen Balken, überdeckt mit einem roten Schrägwellbalken
(ministerielle Zustimmung vom 31.10.1969 Nr. I B 3 – 3000-29 J/7)

Johannisthal ist eine Gründung des 18. jahrhunderts, die auf die Initiative der freiherrlichen Familie von Redwitz zurück geht. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Korbflechterei ein wichtiger Wirtschaftszweig im Ort, die auch heute noch, zum Teil in kunsthandwerklicher Weise, betrieben wird. Als Symbol für die wirtschaftliche Situation der Gemeinde dient im Wappen der heraldischstilisierte Henkelkorb. An die historische Bedeutung der Familie von Redwitz erinnert deren Wappen, das in einem kleinen Schild im rechten Obereck des Hoheitszeichens erscheint.


Fotos der Wappen: Holzwappen aus dem „kleinen Sitzungssaal“ des Rathauses Küps
Quelle: Buch „Die Wappen der oberfränkischen Landkreise, Städte, Märkte und Gemeinden“
Herausgeber: Freunde der Plassenburg e.V.
ISBN 3-925162-17-8
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