Neues Klassenzimmer an der Mittelschule Küps

    Foto: Markt Küps

    ...neue Technologie und Verbesserung der Lernatmosphäre

    Eigentlich stand es schon längst für die Schüler der sechsten Klasse bereit – nur der Lockdown der Schulen ließ nicht zu, dass die Schülerinnen und Schüler ihr neues Klassenzimmer vorher betreten oder benutzen konnten. Im Februar waren die Renovierungsarbeiten abgeschlossen, da befanden sich aber Lehrer wie Schüler noch im Distanzunterricht und konnten nur einen virtuellen Streifzug durch ihr neues Klassenzimmer antreten, den ihr Klassenleiter ihnen per Video nach Hause schickte. „Nach den Erfahrungen der letzten 15 Jahre haben wir versucht, mit der Ausstattung dieses Musterklassenzimmers eine Verbesserung für Lehrer und Schüler zu schaffen.“, so Konrektor Holger Pohl, der die sechste Klasse mit diesem neuen Klassenzimmer betreuen darf.

    Klassenzimmer erstmals ohne Schüler

    Ausschlaggebend für die Umgestaltung des ersten neuen Klassenzimmers waren die nun anstehenden Bauarbeiten am Neubau. „Eine Neuanschaffung eines Klassenzimmers bedeutet einen kräftigen fünfstelligen Betrag für die Marktgemeinde Küps.“, so Schulleiter und Rektor Michael Schnappauf, „Daher war es mir wichtig – gerade auch für die neu entstehenden Klassenzimmer – auf ein bewährtes, aber aktuelles Konzept an Technik und Mobiliar für die Zukunft zurückgreifen zu können.“ Vor gut 10 Jahren setzte auch die Schule Küps auf die neue Technologie der Whiteboards, die in vier Klassenzimmern verbaut wurden. Holger Pohl, „Besitzer“ eines dieser Whiteboards der ersten Stunde konnte Bürgermeister Rebhan die großen Vorteile der neuen Boards am einfachsten Beispiel erklären: Die Sonne schien ins Klassenzimmer und man konnte die Schrift am Board problemlos lesen. Dies war mit den alten Whiteboards kaum möglich. Gerade bei schönem Wetter saßen die Schüler oft den ganzen Tag im völlig abgedunkelten Klassenzimmer, damit man blendfrei überhaupt etwas am Whiteboard erkennen konnte. Die neue Ausstattung beinhaltet ebenso eine Kamera an einem extra Projektionstisch mit Kontrollmonitor für die Lehrkraft. „Am besten ist der Sound und dass wir jetzt ins Internet kommen können“, meint Elias dazu. Arina findet besonders toll, dass der leidige Stift endlich verschwunden ist und man direkt mit dem Finger nun an die Tafel schreiben kann. Die technische Seite des Musterklassenzimmers wurde von der Firma VS Möbel aufgenommen und umgesetzt.

    Hell, aufgeräumt, funktional für Schüler und Lehrer

    Auch für die Schüler wurde die Lernatmosphäre verbessert. „Die Holzstühle waren alt und dreckig und vor allem hart“, beschwert sich Leonie. „Die neuen Stühle sind viel bequemer und man bekommt keine Rückenschmerzen mehr.“ Mit der Firma ASS, Stockheim griff die Marktgemeinde Küps wieder auf ihren bewährten Lieferanten hochwertiger Schulmöbel zurück und ging auch hier völlig neue Wege. Die alten Schulstühle wurden durch Freischwinger-Schalensitze ersetzt, jeder Schüler erhielt einen Einzeltisch. Nicht erst seit den Hygieneauflagen durch die Pandemie waren Einzelplätze schon immer der Wunsch von Schülern und Lehrern. „Leider kann man jetzt nicht mehr so gut abschreiben.“, bedauern Sarah und Lia die neue Situation. „Dafür hat man aber für sich jetzt mehr Platz und kann diese beliebig zusammenstellen“, entgegnet Jannik. Man sieht also, dass die Klasse 6 sich eifrig mit ihrem neuen Klassenzimmer und den Möglichkeiten auseinandersetzt. „Für mich als neuer Schulleiter war vor allem die mangelhafte Möglichkeit von Stauraum für Schüler und Lehrer gleich zu Beginn ein Punkt auf meiner to do Liste.“, erklärt Schulleiter Michael Schnappauf.

    Weg vom Palettenregal – hin zur Ordnung mit System

    Das neue Klassenzimmer bietet für jeden Schüler Schubladenfächer und Bücherablagen. Außerdem hat nun auch der Klassenlehrer Platz, seine Vorbereitungen und Archivmaterialien im Klassenzimmer zu verstauen. „Alles wirkt wesentlich aufgeräumter und die zahlreichen Stolperfallen sind weitestgehend verschwunden.“, bestätigt Klassenleiter Holger Pohl. Die Marktgemeinde Küps hat bereits das zweite Klassenzimmer in Auftrag gegeben. Dieses Mal wird ein Grundschulklassenzimmer umgerüstet. Somit stehen dann die Erfahrungen von beiden Schultypen demnächst zur Verfügung. „Besonders der höhenverstellbare Stehtisch ist für mich die beste Idee.“, so Lehrerkollegin Ritzel. „Gerne präsentiert man etwas seinen Schülern und hat jetzt eine Plattform und man ist auch selbst noch flexibler geworden zwischen Tafel, Pult und Stehtisch.“ Das Musterklassenzimmer muss sich nun im Schulalltag bewähren. „Wir schaffen nicht an, dass es einfach nur da ist“, betont abschließend Bürgermeister Rebhan, „es muss eine Verbesserung darstellen, finanzierbar bleiben und vor allem, es muss genutzt werden. “

     

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