Update zum Küpser Schulhausneubau

    Bau- und Umweltausschuss Küps

    Der Küpser Bau- und Umweltausschuss hat die Großbaustelle der neuen Grundschule mit Sport- und Kulturhalle besichtigt. Dabei konnten Erster Bürgermeister Bernd Rebhan und Planer Architekt Schöttner die Mitglieder des Gremiums zum Baufortschritt informieren und eine Übersicht der aktuellen Gewerke auf der Baustelle geben.

    Die wichtigste Botschaft von Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) kommt gleich zu Beginn des Treffens und die hören alle, und zwar gern: „Das Dach ist fertig, die Fenster sind drin. Der Innenausbau ist in vollem Gange.“ Demnach seien die Klempnerarbeiten inzwischen nahezu abgeschlossen und die Leichtmetall- und Verglasungsarbeiten schreiten weiter voran. Die Gebäudehülle konnte Ende 2023 weitestgehend geschlossen werden. Aktuell sind Handwerker für die Gewerke „Trockenbauarbeiten“, „Heizungstechnik“, „Sanitärtechnik und Lüftungstechnik“ auf der Großbaustelle zugange – mit dem Anbau des Sonnenschutzes wurde begonnen.

    Das bedeutet nicht nur, dass die Baustelle größtenteils im Zeitplan liegt, sondern auch, dass weitere Details im Inneren des Gebäudes geklärt werden können. Und es gibt einiges zu erzählen über den Baufortschritt. Das beginnt schon im Eingangsbereich der neuen Küpser Grundschule. Dort fehlen zwar noch ein paar Brandschutzklappen, doch „jetzt aktuell sind sie wieder lieferbar“, informiert Architekt Martin Herrmann vom Architekturbüro Schöttner. Sie sollten also bald auf der Baustelle eintreffen. Schon da ist indes ein Muster der Holzverschalung, die den zylindrischen Haupteingangsbereich der neuen Schule in ein ruhiges Anthrazit tauchen soll. Von dem zentralen Atrium mit angehängtem Mehrzweckraum aus werden künftig nicht nur Schülerinnen und Schüler zu ihren Klassenzimmern kommen, sondern auch jede Menge Gäste in die angeschlossene Versammlungsstätte. So heißt die laut Architekt Kersten Schöttner 400 Personen fassende Multifunktionshalle im Behördendeutsch. Künftig finden hier Konzerte und Theateraufführungen statt. Aber auch Sport wird man darin treiben können. Auf dem Weg in den ersten Stock wird es dann doch wieder lauter. Bauarbeiter sind mit dem Befestigen von Rigipsplatten beschäftigt, hämmern und schleifen hörbar. Dazwischen fliegen regelrecht die Funken. Andere mögen kurz nach halb fünf am Nachmittag schon Feierabend haben, in Küps jedoch wird noch rege geschafft. Derweil begutachten die Ausschussmitglieder die Klassenzimmer, die allesamt mit großen Fensterfronten versehen sind. Viel natürliches Licht soll den Schülern von morgen das Lernen erleichtern. Doch was werden sie durch die Fenster zu sehen kriegen?

    Architekt Kersten Schöttner eröffnet den Gemeinderäten, dass er bei der Gestaltung der Außenanlagen gerne vom bisherigen Plan abweichen würde. In Absprache mit der Schulleitung und der Regierung von Oberfranken habe man festgelegt, die bisherigen Außensportanlagen zu verkleinern, da diese für den Schulsport nicht mehr so dimensioniert sein müssen wie bisher. Das schaffe Platz, so der Planer und man könne den Kindern den Blick auf Stützmauern ersparen, was die optische Gestaltung ansprechender und günstiger mache. Diese wären ansonsten zur Befestigung des Hanges notwendig. Schöttner plant, an die Stelle des vorhandenen Rasensportfeldes den bisherigen Allwetterplatz zu verlegen. Die Mitglieder des Bauausschusses sehen die Sache ähnlich wie Architekt Schöttner.

    Dies würde neuen Platz für den Standort einer eventuell zu bauenden zusätzlichen Biomasse-Heizanlage mit Lagermöglichkeiten schaffen. Die aktuelle Biomasse-Heizungsanlage der Schule ist schlichtweg nicht leistungsfähig genug, um den neuen Schulkomplex zu heizen. Wenn das Areal der Grund- und Mittelschule nun noch weiter wachse, werde man um eine neue Anlage nicht herumkommen. Bürgermeister Bernd Rebhan kündigt ein „Heizungskonzept“ an, das baldmöglichst im Gemeinderat diskutiert werden soll. Gleiches gelte für den Plan Schöttners zu den Außenanlagen der Schule. Bei der Einarbeitung der Ideen in die Entwürfe müsse sich die Verwaltung ranhalten, wie der Rathauschef betont, denn: Wenn man im Zeitplan bleiben wolle, „müssen wir bald ausschreiben“. (Neue Presse C.K.)

    Foto: Christian Kreuzer
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