Verkehrsregelung im Altort von Küps

    Markt Küps

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    Gefahrenentschärfung am Radweg durch verkehrsregelnde Maßnahmen

    Im Rahmen der Ortsentwicklung wird das Thema Verkehr seit Jahren in Küps diskutiert. Mit den Küpser Entwicklungskonzepten wurde dies erneut als wichtiges Handlungsziel festgehalten. Nun hat sich der Marktgemeinderat einstimmig für die Aufstellung einer temporären Ampelanlage entschlossen. Was dahinter steckt, wie die Verkehrsregelung aussehen wird und wie Sie sich beteiligen können, haben wir hier zusammengefasst:

    Anlass und Problemlage

    Die verkehrliche Situation rund um den denkmalgeschützten Ensemblebereich von Küps ist bekannt: täglich begegnen sich auf der schmalen Straße „Radweg“ über 5.000 Fahrzeuge, darunter auch Busse, LKWs und Traktoren. Eingeschränkt durch Wohnhäuser auf der einen Seite und die Schlossmauer auf der anderen Seite bleibt für Fußgänger nur ein schmaler Gehweg. Wer einen Kinderwagen dabei hat, hat keine Möglichkeit vom unteren ins obere Dorf zu gelangen, ohne auf die vielbefahrene Straße ausweichen zu müssen. Mit Rollator oder Rollstuhl ist eine Benutzung quasi nicht möglich. Da die Verbindung aber sehr wichtig ist und auch von vielen Schulkindern genutzt wird, bemüht sich der Markt Küps schon seit geraumer Zeit um eine Lösung.

    Baulich lässt sich an der Situation erst einmal nichts ändern und auch eine weitreichende Umfahrung ist keine praktikable Lösung. Soll für Fußgänger mehr Platz geschaffen werden, kann dies nur zulasten der Straßenbreite funktionieren. Dazu ist es nötig, den Verkehr mit einer Ampel in wechselnder Einbahnregelug über die Kreuzung zu lenken. Das Prinzip ist etwa aus Marktzeuln bekannt – auch hier regeln Ampeln die Zufahrt in die Ortsmitte.  Im letzten Jahr sind daher ausführliche Verkehrszählungen durchgeführt worden, um belastbare Zahlen zu Verkehrsmengen, Knotenströmen, Schwerverkehr und Spitzenzeiten zu erhalten. Das Ergebnis: eine Ampel wird den Verkehr voraussichtlich regeln können, ohne zu unzumutbaren Staus und Wartezeiten zu führen.

    Konzept der Ampelanlage

    Drei solcher sogenannten „Pförtnerampeln“ werden also benötigt: am Radweg, etwa auf Höhe der Raiffeisenbank, in der Röthenstraße auf Höhe des Zebrastreifens und in der Kulmbacher Straße am Oberen Schloss. Diese werden (anders als in Marktzeuln) verkehrsabhängig signalisiert. Sie erkennen also, wenn an einem Arm der Kreuzung gar kein Fahrzeug steht und unterbrechen den Verkehrsfluss damit nicht unnötig.

    Trotzdem ist es natürlich so, dass aufgrund der Steigung und der relativ großen Entfernungen zwischen den Ampeln auch Fahrzeuge an der roten Ampel warten müssen. Im Maximum kann es zu Wartezeiten von bis zu drei Minuten kommen. Dieser Fall tritt nur dann ein, wenn die Freigabezeit genau verpasst wird und an allen Seiten der Kreuzung Fahrzeuge warten. Wer außerhalb der Spitzenstunden durch Küps fährt, wird voraussichtlich deutlich kürzer an der Ampel stehen.

    Während der Testphase wird der gewonnene Platz für Fußgänger durch Leitschwellen und Absperrschranken markiert und geschützt. Zusätzlich wird auf Höhe des Zebrastreifens eine eigene Fußgängerampel eingerichtet, um ein sicheres Queren zu ermöglichen.

    Zeitraum der Umsetzung

    Da eine solche Ampelanlage natürlich eine große Veränderung bedeutet und den Verkehr auch überörtlich beeinflusst, kann diese nicht leichtfertig installiert werden. Es ist daher vorgesehen, die Anlage in einer zehnwöchigen Testphase zu erproben. Die Testphase wird erneut durch Verkehrszählungen und Überwachungen begleitet, sodass sich belastbare Zahlen für eine dauerhafte Umsetzung ergeben.

    Um ein möglichst realistisches Bild zu erhalten, muss der Testzeitraum außerhalb von Baumaßnahmen in Nachbarkommunen erfolgen. Auch macht es Sinn, den Test nicht in den Wintermonaten durchzuführen, wenn kaum Radfahrer unterwegs sind. Es ist daher geplant, die Ampelanlage in den Osterferien aufzustellen. Das Ende der Testphase liegt dann in den ersten Juni-Wochen.

    Information und Beteiligung

    Bei der Planung und Durchführung der Ampelanlage sind zahlreiche Details zu beachten. Uns ist eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit und insbesondere der Anlieger sehr wichtig. Im Rahmen einer Bürgerversammlung soll diese Erprobungsphase einen Schwerpunkt bilden. Nach einigen allgemeinen Informationen zu gemeindlichen Themen möchten wir die Planungen im Detail präsentieren und Ihnen ausreichend Gelegenheit für Anregungen oder Rückfragen geben.  Wir laden daher ein zur

    Bürgerversammlung

    am Mittwoch, 13. März 2024

    19:00 Uhr

    In die Turn- und Festhalle am Schulzentrum

    (Am Hirtengraben 7).

     

    Wenn Sie bereits im Vorfeld Rückfragen haben oder an diesem Termin nicht teilnehmen können, können Sie sich natürlich jederzeit auch beim Bauamtsleiter des Marktes Küps Christian Ebertsch melden (per E-Mail unter c.ebertsch@kueps.de oder telefonisch unter 09264/68-40).

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