Küpser Entwicklungskonzepte - "KEK³"

Mit der Erstellung des integrierten Küpser Entwicklungskonzeptes KEK³ will der Markt Küps für den Hauptort und für alle Gemeindeteile eine abgestimmte Strategie zu seiner zukünftigen Entwicklung festlegen. Neben dem Kernort soll hierbei auch jeder Gemeindeteil nach seinen Besonderheiten und Bedürfnissen, Chancen und Risiken betrachtet werden.

Das integrierte Küpser Entwicklungskonzept KEK³ ist ein Vorbereitungs- und Steuerungsinstrument, aus dem im Ergebnis u.a. Maßnahmen der Dorferneuerung für die Ortsteile und Maßnahmen der Städtebauförderung für den Kernort Küps abgeleitet werden können. Es handelt sich um eine Kombination aus Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) und Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) sowie Vorbereitender Untersuchung (VU). Das GEK wird mit finanzieller Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken, das ISEK und die VU mit Förderung der Regierung von Oberfranken (Städtebauförderung) erstellt.

Küpser Entwicklungskonzepte KEK3 - Unsere Zukunft auf 300 Seiten

Dem Marktgemeinderat wurde am 16.03.2021 im Rahmen seiner Sitzung der Abschlussbericht zu den Küpser Entwicklungskonzepten, kurz KEK3, vorgestellt. Das Gremium beschloss einstimmig die in Oberfranken einmalige Zusammenfassung der drei eigenständigen Entwicklungskonzepte unserer Marktgemeinde.

Mit dem Entwicklungskonzept KEK3 wollen die Küpser in den nächsten zwei Jahrzehnten ihre Gemeinde zukunftsträchtig und attraktiver gestalten. In der Marktgemeinderatssitzung am 16.03.2021 wurden die Abschlussberichte vorgestellt. Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) bezeichnete KEK3 oberfrankenweit als einmalig. Das Besondere ist, dass drei eigenständige Konzepte, nämlich das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), mit Vorbereitender Untersuchung (VU) und das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) zusammengefasst worden sind. Und das trotz unterschiedlicher Fördermittelgeber, nämlich die Regierung von Oberfranken und das Amt für Ländliche Entwicklung. Entstanden ist eine insgesamt rund 300 Seiten umfassende Zusammenfassung für das GEK, ISEK und VU. Leonhard Valier vom Büro für Städtebau & Bauleitplanung sprach von der Ermittlung von Handlungsfeldern, von einer Stärken-Schwächen-Analyse, Untersuchungen von Bausubstanzen, Ermittlung eines Leerstandskatasters usw. Bei der Zusammenstellung seien seit der Auftaktveranstaltung im Januar 2019 die Bürger mit einbezogen worden. Es fanden Ortsbegehungen, Onlinebefragungen, Gespräche in allen Ortsteilen, Expertenrunden und Workshops statt. Das Werk bezeichnete Valier als eine wichtige Grundlage für die Einleitung der Städtebauförderung. Über 100 Maßnahmen werden darin genannt. Dabei gehe es nicht nur um Gebäude, sondern auch um Straßen und Radwege. Die Strategie dabei sei, die Kommune „innen statt außen“ zu entwickeln. Zudem gehe es auch darum, den Flächenverbrauch zu vermindern und die Gemeinde trotzdem attraktiver zu machen. Bürgermeister Bernd Rebhan betonte, dass auch Privatleute, deren Eigentum sich im Sanierungsgebiet befindet, große Chancen für eine Förderung durch die Regierung haben. Und: „Wir wollen lebendige Ortskerne, wir wollen unsere Orte attraktiv erhalten und attraktiver gestalten!“ Den Zeitpunkt betrachtete der Bürgermeister angesichts der aktuellen Umbrüche und auch aufgrund der Hochschulentwicklung und der Nähe zur Kreisstadt als „wichtig und richtig“. Nach Abschluss des nötigen Verfahrens mit der Festsetzung des Sanierungsgebiets könne der Markt auch mit den Projekten wie Oberes Schloss, Marktplatz 6 und Neues Schloss durchstarten.